#time

"Is this even possible today?-But some day, in a stronger age than this decaying, self-doubting present, he must yet come to us, the redeeming man of great love and contempt, the creative spirit whose compeHing strength will not let him rest in any aloofness or any beyond, whose isolation is misunderstood by the people as if it were flight from reality-while it is only his' absorption, immersion, penetration into reality, so that, when he one day emerges again into the light, he may bring home the redemption of this reality: its redemption from the curse that the hitherto reigning ideal has laid upon it. This man of the future, who will redeem us not only from the hitherto reigning ideal but also from that which was bound to grow out of it, the great nausea, the will to nothingness, nihilism; this bell-stroke of noon and of the great decision that liberates the will again and restores its goal to the earth and his hope to man; this Antichrist and antinihilist; this victor over God and nothingness- he must come one day."

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“Today as always, men fall into two groups: slaves and free men. Whoever does not have two-thirds of his day for himself, is a slave, whatever he may be: a statesman, a businessman, an official, or a scholar.”

“Darum hat Lessing, der ehrlichste theoretische Mensch, es auszusprechen gewagt, dass ihm mehr am Suchen der Wahrheit als an ihr selbst gelegen sei...”

“Nun aber schien Sokrates die tragische Kunst nicht einmal "die Wahrheit zu sagen": abgesehen davon, dass sie sich an den wendet, der "nicht viel Verstand besitzt", also nicht an den Philosophen: ein zweifacher Grund, von ihr fern zu bleiben. Wie Plato, rechnete er sie zu den schmeichlerischen Künsten, die nur das Angenehme, nicht das Nützliche darstellen und verlangte deshalb bei seinen Jüngern Enthaltsamkeit und strenge Absonderung von solchen unphilosophischen Reizungen; mit solchem Erfolge, dass der jugendliche Tragödiendichter Plato zu allererst seine Dichtungen verbrannte, um Schüler des Sokrates werden zu können.”

“Der philosophische Mensch hat sogar das Vorgefühl, dass auch unter dieser Wirklichkeit, in der wir leben und sind, eine zweite ganz andre verborgen liege...”

“In diesen Sanct-Johann- und Sanct-Veittänzern erkennen wir die bacchischen Chöre der Griechen wieder, mit ihrer Vorgeschichte in Kleinasien, bis hin zu Babylon und den orgiastischen Sakäen. Es giebt Menschen, die, aus Mangel an Erfahrung oder aus Stumpfsinn, sich von solchen Erscheinungen wie von "Volkskrankheiten", spöttisch oder bedauernd im Gefühl der eigenen Gesundheit abwenden: die Armen ahnen freilich nicht, wie leichenfarbig und gespenstisch eben diese ihre "Gesundheit" sich ausnimmt, wenn an ihnen das glühende Leben dionysischer Schwärmer vorüberbraust.”

“Wie nun der Philosoph zur Wirklichkeit des Daseins, so verhält sich der künstlerisch erregbare Mensch zur Wirklichkeit des Traumes; er sieht genau und gern zu: denn aus diesen Bildern deutet er sich das Leben, an diesen Vorgängen übt er sich für das Leben.”