#friendship

"Christianity destroyed for us the whole harvest of ancient civilization, and later it also destroyed for us the whole harvest of Mohammedan civilization. The wonderful culture of the Moors in Spain, which was fundamentally nearer to us and appealed more to our senses and tastes than that of Rome and Greece, was trampled down Why? Because it had to thank noble and manly instincts for its origin — because it said yes to life, even to the rare and refined luxuriousness of Moorish life! The crusaders later made war on something before which it would have been more fitting for them to have grovelled in the dust — a civilization beside which even that of our nineteenth century seems very poor and very "senile." Intrinsically there should be no more choice between Islam and Christianity than there is between an Arab and a Jew. The decision is already reached; nobody remains at liberty to choose here. Either a man is a Chandala or he is not.... “War to the knife with Rome! Peace and friendship with Islam!”: this was the feeling, this was the act, of that great free spirit, that genius among German emperors, Frederick II."

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“Today as always, men fall into two groups: slaves and free men. Whoever does not have two-thirds of his day for himself, is a slave, whatever he may be: a statesman, a businessman, an official, or a scholar.”

“Darum hat Lessing, der ehrlichste theoretische Mensch, es auszusprechen gewagt, dass ihm mehr am Suchen der Wahrheit als an ihr selbst gelegen sei...”

“Nun aber schien Sokrates die tragische Kunst nicht einmal "die Wahrheit zu sagen": abgesehen davon, dass sie sich an den wendet, der "nicht viel Verstand besitzt", also nicht an den Philosophen: ein zweifacher Grund, von ihr fern zu bleiben. Wie Plato, rechnete er sie zu den schmeichlerischen Künsten, die nur das Angenehme, nicht das Nützliche darstellen und verlangte deshalb bei seinen Jüngern Enthaltsamkeit und strenge Absonderung von solchen unphilosophischen Reizungen; mit solchem Erfolge, dass der jugendliche Tragödiendichter Plato zu allererst seine Dichtungen verbrannte, um Schüler des Sokrates werden zu können.”

“Der philosophische Mensch hat sogar das Vorgefühl, dass auch unter dieser Wirklichkeit, in der wir leben und sind, eine zweite ganz andre verborgen liege...”

“In diesen Sanct-Johann- und Sanct-Veittänzern erkennen wir die bacchischen Chöre der Griechen wieder, mit ihrer Vorgeschichte in Kleinasien, bis hin zu Babylon und den orgiastischen Sakäen. Es giebt Menschen, die, aus Mangel an Erfahrung oder aus Stumpfsinn, sich von solchen Erscheinungen wie von "Volkskrankheiten", spöttisch oder bedauernd im Gefühl der eigenen Gesundheit abwenden: die Armen ahnen freilich nicht, wie leichenfarbig und gespenstisch eben diese ihre "Gesundheit" sich ausnimmt, wenn an ihnen das glühende Leben dionysischer Schwärmer vorüberbraust.”

“Wie nun der Philosoph zur Wirklichkeit des Daseins, so verhält sich der künstlerisch erregbare Mensch zur Wirklichkeit des Traumes; er sieht genau und gern zu: denn aus diesen Bildern deutet er sich das Leben, an diesen Vorgängen übt er sich für das Leben.”